Richtig handeln

bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

 

Die Arbeitsgruppe der insoweit erfahrenen Fachkräfte bietet Fachkräften des Landkreises Oberhavel Beratung bei Fragen zu Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung.

Die Frage, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt und worin sie ggfs besteht soll nach BKiSchG im direkten Dialog sowohl mit den Eltern als auch mit dem betroffenen Kind oder Jugendlichen besprochen werden. Dies ist für Sie vielleicht eine äußert schwierige Situation, in der Sie der Gesetzgeber nicht alleine lassen möchte. Sie haben - wie alle, die beruflich in Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen - einen Rechtsanspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft (§§8a,b SGB VIII, §4 KKG).

Wer kann das Beratungsangebot in Anspruch nehmen?

 

"Personen, die beruflich in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen haben bei der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung im Einzelfall gegenüber dem örtlichen Träger der Jugendhilfe Anspruch auf Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft." (§8b SGB VIII (1))

 

d.h. konkret

  • Erzieherinnen und Erzieher
  • Tagespflegerinnen und -pfleger
  • Sozialarbeiterinnen und -arbeiter
  • Sozialpädagoginnen und -pädagogen
  • Lehrerinnen und Lehrer
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Hebammen und Angehörige anderer Heilberufe
  • Berufspsychologinnen und -psychologen
  • Ehe-, Familien-, Erziehungs- oder Jugendberaterinnen und -berater
  • Beraterinnen und Berater von Sucht- und Schwangerenberatungsstellen

Das Jugendamt Oberhavel hat in Kooperation mit den freien Trägern der Jugendhilfe ein kostenloses Beratungssystem entwickelt, über das Sie bei Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung fachliche Hilfe und fallbezogene Unterstützung von insoweit erfahrenen Fachkräften bekommen.

 

Außerhalb der Dienstzeiten des Fachbereichs Jugend erreichen Sie den Kinder- und Jugendnotdienst im Landkreis Oberhavel über die Leitstelle Tel 03334 - 30480.